
26.2.2007
Die beengte Welthalbkugel, in der das alles stattfindet, hat pvc-Ausstatterin Nadia Fistarol aus Stahldreiecken basteln lassen: halb Kinderklettergerüst, halb Kriegsschauplatz, mit schwenkbaren Leuchten verziert. Ganz allmählich entwickelt sich ein wiederkehrender tänzerischer Ablauf, eine Phrase, die Trennen und Begegnen, ausufernde Armkreise und elegante Kniebeugen mit Rotation am Boden verbindet. Der Einschnitt vollzieht sich in einem Streifen schmalen Gegenlichtes mit einem von allem Kostümballast befreiten Tänzer und dem Versuch, im babylonischen Sprachgewirr von Deutsch, Englisch und Spanisch einen Kernsatz zur Begegnung mit Gott hörbar zu machen. Viel Applaus in der nicht ganz voll besetzten Städtischen Bühne.
/ Isabelle v. Neumann-Cosel