
26.2.2007
Ein Atomium aus OP-Lampen steht für die Welt, die zwei Tänzerinnen und drei Tänzer zu begreifen suchen. Wo positionieren wir uns in ihr, wie gehen wir mit ihr um und wer hat sie erschaffen? Schwierige Fragen, nicht nur für Tänzer.
...Jeder Andere ist eben ganz anders ("Tout autre est tout autre"). Damit ist nicht nur gemeint, dass das Ethische und das Religiöse zusammenfallen, sondern auch, dass Gott der Name der Möglichkeit für diese unendliche Andersartigkeit des Anderen ist. Das wahre Religiöse besteht in den Schriften Derridas - und erstaunlich sichtbar auch in dieser Arbeit von Graham Smith - also darin, dass man das Geheimnis zu wahren. "Gott ist Tanz und wir sind seine Tänzer" heißt es in einem irischen Volkslied; pvc zeigt uns Wege und ein Ergebnis: eine religiöse Subjektivität, die zum einen die Möglichkeit, Gott zu denken, bedeutet, die zum anderen aber Zeugnis ablegt für die Unmöglichkeit einer Begründung.
Eine solchen Brocken ästhetisch und bildreich auf die Bühne zu stemmen, ohne Zuschauer mit verkopften Getue zu erschlagen, ist eine meisterleistung..."
/ Ralf-Carl Langhans