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Familienforschung von und mit Sebastian Nübling und 3 Familien
Von Sebastian Nübling

Premiere am 27.11.2008

Mütter, Väter, Kinder sind Töchter, Söhne, Enkel, Eltern, Nachahmer, Vorbilder, Spiegelbilder, Generationen. Die Familie - man wird sie niemals los, sie wird beschworen, subventioniert, vergrößert, geschrumpft, herbeigesehnt und immer wieder neu erfunden. Auf dem Theater ist die Familie meist Schauplatz dramatisch zugespitzter Auseinandersetzungen. Das Gesellschaftliche greift ins Private, familiäre Konflikte sprengen gesellschaftliche Strukturen und lassen ganze Reiche zerfallen. - Nach dem ersten Teil der Familienforschung setzt Sebastian Nübling sein Alltags-Labor nun mit drei Familien und den daraus entstehenden Konstellationen fort und sucht mit den Verwandten und für die Arbeit "Mütter.Väter.Kinder" außerhalb des dramatischen Kanons nach der inneren Struktur familiären Zusammenlebens.
Wie sieht eine Familie aus, von der die Beteiligten behaupten, dass sie funktioniert. Wer lebt hier überhaupt mit wem und wieso geht das?
Aufstehen, Frühstück, Arbeit/ Schule, Mittagstisch, wieder Arbeit/Schule/ Freizeit, Abendbrot und Schlafengehen sind die regelmäßigen Stationen im Tagesablauf (fast) jeden Lebens. Am Küchentisch zu zweit zu dritt oder beim Fest der (Wahl-)Verwandtschaft entfalten sich Selbst- und Fremd-Bilder, werden Erinnerungen wachgerufen, kochen Konflikte hoch - das Leben zwischen Gewohnheit und Ausnahmezustand.
Drei Familien begeben sich im Selbstversuch auf die Spuren des Klebstoffs, der das Leben übersteht. Anhand von biographischen Material entwickeln sie exemplarische Situationen, in denen das Zusammenleben, der Wunsch nach Freiheit und Abhängigkeit, nach Individualität und Gemeinschaft in den Fokus gelangen. Kann man "Familie" erkennen? Und gibt es ein Leben jenseits der Projektion Familie?

Von und mit: Alice, Christiane & Rainer Gartenschläger, Martina, Max, Sebastian & Therese Nübling, Tom & Yoel Schneider, Lars & Max-Otto Wittershagen
Musik: Lars Wittershagen, Tom Schneider, Bühne & Kostüme: Moritz Müller, Mitarbeit Bühne & Kostüme: Franziska Jacobsen, Dramaturgie: Inga Schonlau, Maike Gunsilius, Produktion: Julia Naunin, Johannes Kasperczyk


Das Stück ist eine Koproduktion von pvc Tanz Freiburg Heidelberg und dem Theater Hebbel am Ufer Berlin, gefördert aus den Mitteln des Hauptstadtkulturfonds

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