
Körperperformance von "Der Tanzschuh meiner Mutter"
Als sich der meinige, im Moment doch so nüchterne Zustand (oder Stabilität) zu verändern verstand, fühlte ich mich, dich. Doch das bei der Begegnung so wunderbar und zugleich grausam Scheinende entpuppte sich in einem Akt zärtlicher Entschlüsselung als ein Netz - vielmehr Muster der doch bereits memorierten, denn schon erfahrenen Struktur. Ist dann die Transformation als solches überhaupt außerhalb einer sich aufdrängenden Spirale zu denken? Das würde zumindest erklären, warum wir uns der harten Bewusstseinsveränderung nicht entziehen dürfen, denn irgendwie bedeutet dies doch Leben, würde Leben bedeuten, wenn bereits ein Anderer dies schrieb.
Den Körper als individuelles Ausdrucksmittel zu nutzen und neben Musik und Sprache als deren gleichwertigen Partner in den Vordergrund zu stellen hat sich die Gruppe "Der Tanzschuh meiner Mutter" für Ihre Vorstellung im Rahmen von Kammerflimmern vorgenommen.
Was sind Muster, Strukturen und Modelle? Wie funktionieren wir darin? Und wohin führen Sie uns? Das sind fragen, die die vier junge Laientänzer begleiteten, als sie ihr Stück restructure.chaos erarbeiteten. Und statt zu einer Antwort zu gelangen, stießen sie auf weitere Fragen, die sie über soziale Gruppen als Muster, Individualismus und Assimilation nachdenken ließen.
Entstanden ist daraus ein Stück, dass verstört, anregt und Fragen aufwirft, deren Beantwortung leichter oder schwerer fallen mag...
Tanz: Ralph Bingger, Veronika Feist, Tobias Hanisch, Katharina Tschernow
Musik: Dimitrios Pekas&Seiend
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